1949

An der Hauptversammlung konnte mit Stolz der beachtliche Mitgliederbestand von 391 Mitgliedern verzeichnet werden. Im weiteren wurde dem Wunsch der Senioren entsprochen, dass sie gemeinsam in einer 4.-Liga-Mannschaft spielen dürfen.

Einen beachtlichen Aufschwung hat die Juniorenbewegung in dieser Zeit erfahren. Die Mitgliederzahl beträgt annähernd 70 Junioren.

 

Es war keine Selbstverständlichkeit, dass jeder Junior seine eigenen Fussballschuhe besass. So war auch der FCL froh, von Aktionen des Schweizerischen Fussball- und Athletikverbandes (SFAV) profitieren zu können. Für Fr. 5.- pro Paar erstand der Verein 16 Paar Fussballschuhe. Diese wurden den Junioren nur zum Gebrauch, mit der Ermahnung zur sorgfältigen Pflege, abgegeben.

 

Erstmals begann sich einiges in der Veteranenbewegung zu tun. Der SFAV stellte dazu an die Akteure die Bedingung mindestens 50 Jahre alt zu sein und 10 Jahre als Aktivspieler oder als Vereinsfunktionär mitgewirkt zu haben. Der FCL-Vorstand bat die entsprechenden Mitglieder ihr Interesse anzumelden.


1951

Die erste Mannschaft vermochte weiterhin nicht immer zu genügen. Inzwischen war ihr Durchschnittsalter mit 32 Jahren gegenüber ihren jugendlichen Gegnern zu hoch einzustufen. Weiterhin leisten alte Kämpfer aus der Seniorenabteilung der Mannschaft gute Dienste.

 

Schon seit längerem pflegt der Club eine prosperierende Juniorenabteilung. Er darf sich stolz zeigen in allen Altersklassen A, B und C je eine Mannschaft zu stellen. Auch für die Zukunft wird fest auf die Jugend gebaut. Nach dem Motto: „Wer die Jugend pflegt dem gehört die Zukunft.“ In diesem Sinne sind die Junioren A mit dem FC Thun gemeinsam in die Superklasse befördert worden, was heisst, dass sie gegen Mannschaften wie Young Boys und Biel anzutreten haben. Die Junioren B müssen sich mit einem mässigen Rang begnügen, derweil die C-Junioren ebenfalls die Spitze anführen.


1955

Dieses Jahr stand nicht unter einem guten Stern für die Grünspechte. Der durch seine Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannte Emil Schildknecht verstarb in diesem Jahr. Aus dem Spielbetrieb musste die 3.-Liga-Mannschaft zurückgezogen werden. Die Übriggebliebenen landeten mit der 4. Liga auf dem letzten Platz. Zumindest wussten sich die erste und dritte Mannschaft in der vorderen Tabellenhälfte zu etablieren. Derweil startete das Fanionteam sehr schlecht in die neue Saison. Die spärlichen Punkte sind auf folgende Mängel zurückzuführen: Trainingsmangel, Unkameradschaftlichkeit und Nachtschwärmereien!


1956

Über zehn Jahre hinweg besuchten unsere Ältesten das Schweizerische Senioren- und Veteranen-Turnier in Luzern. Für sie war das ein gerngesehener Anlass. Nebst den fussballerischen Erfolgen genoss man auch die Geselligkeit in vollen Zügen im Restaurant Bruni oder der Festhalle. Bis in die Morgenstunden bereitete man sich auf die sonntäglichen Spiele vor. Mehrheitlich gewann das Mundwerk gegenüber den Beinen die Überhand. Dennoch lässt sich die Palmarès sehen. Sie stiessen unter namhaften Mitbestreitern wie dem FC Luzern, Aarau, Grenchen in die vordersten Ränge und einmal gegen Zürich in das Finalspiel vor, welches sie leider mit 2:1 verloren. Dasselbe erlebten sie etwas später als Veteranen, als das Spiel um den Turniersieg gegen Aarau mit 1:0 verlorenging.

Die Senioren des FC Lerchenfeld und des FC Thun in Luzern


1957

Mehrmals übernahm Hofer Fritz in den fünfziger Jahren, seines Zeichens Fussball Instruktor, als die erste Mannschaft auseinanderzubrechen schien, das Zepter. Nach neunjähriger 2.-Liga-Zugehörigkeit vermochte auch er nicht den bitteren Abstieg abzuwehren. Die Ursachen waren vermehrt in einem Generationenkonflikt zu suchen. Zwischen alt und jung fehlte das Verständnis, und der nötige Teamgeist konnte nicht voll und ganz greifen.

 

Zum Start in der 3. Liga schienen sich die Wogen in der ersten Mannschaft wieder geglättet zu haben. Man verbuchte einen verheissungsvollen Saisonstart. Vielleicht auch gerade darum, weil sie in einem schmucken, neuen Tenü auflaufen konnten.


1959

Mit Wyler Hermann wusste der FC Lerchenfeld einen internationalen Schiedsrichter in seinen Reihen. Ihm wurde die Ehre zuteil, beim Europacup-Viertelfinalspiel Wiener Sport-Club gegen Eintracht Frankfurt als Linienrichter mitzuwirken.

 

Meier Robert erlebte während seinen beachtlichen acht Jahren als Präsident eine turbulente Zeit. Er war sich bewusst, sich für eine gute Sache, den FC Lerchenfeld, mit der nötigen Substanz einsetzen zu müssen. Der Verein würdigte Meier Roberts Verdienste mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten.


1960

Die alten „Chläuse“ 1960 in Meiringen, stehend v.l. Hofer Fritz (Trainer), Gattiker Max, Gasser Kurt, Lüscher Max, Schlumpf Willi, Bisaz Hans, Grünig Oskar, Schoch Ernst; kniend v.l. Grünig Fritz, Brosi Armin, Tschanz Fritz, Feller Walter und Hofmann Fritz

Eine Sensation schafften die Senioren. Dass sie zeitweilen in der 4.-Liga-Meisterschaft erfolgreich mitmischten, war bekannt. Mit einem sehenswerten Torverhältnis von 105:15 führten sie Ende der Saison ihre Gruppe an. Da man bereits eine 3. Liga mit der ersten Mannschaft besass, stellte sich die Frage, auf den Aufstieg zu verzichten. Weil eine Anzahl junger Fussballkräfte zur Verfügung stand, entschied sich die Spiko den Aufstieg in Angriff zu nehmen. Und wie. Die drei Gruppenersten mussten die zwei Aufstiegsplätze in die 3. Liga untereinander ausmachen. Das Spiel Belp gegen Meiringen endete 1:9. Etwas hämisch empfingen die Meiringer unsere bestandenen Routiniers: Was wollen die alten Chläuse? Mitunter stand das Fass Bier im Festzelt schon bereit. Die Haslitaler und sogar die Presse haben aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Von den Überheblichkeiten unserer Gegner noch angespornt, siegte der FCL klar mit 6:1. Das Spiel gegen Belp wurde auch zu unseren Gunsten mit 3:1 gewonnen.



1961

Seiler Hans übernahm das Traineramt der ersten Mannschaft. Sein Rüstzeug holte er beim nimmermüden Hofer Fritz. Mitte Saison musste auch noch der Präsidentenstuhl neu besetzt werden. Es kann sicher nur mit viel Liebe zum Verein erklärt werden, dass der langjährige Präsident Meier Robert unter der Bedingung nach einem neuen Präsidenten Ausschau zu halten, das Führungsamt erneut übernahm. Mit dieser Neubesetzung schien das Vereinsschiff wieder den rechten Kurs eingeschlagen zu haben. Nach einer guten Saison musste die 1. Mannschaft dem FC Dürrenast den Vortritt in die 2. Liga überlassen.


1964

Die 1. Mannschaft erreichte in der Saison 63/64 den Gruppensieg in der 3. Liga und qualifizierte sich damit für die Aufstiegsspiele in die 2. Liga. Im ersten Spiel trennte sich der FCL gegen Langenthal II 1:1 unentschieden. Nachträglich gewann der FCL das Spiel aber 3:0 Forfait, weil der FC Langenthal einen nicht qualifizierten Spieler eingesetzt hatte.

Im zweiten Spiel gegen den FC Viktoria Bern gewann der FCL mit 3:0 Toren. Nach harzigem Start entschied Fahrni Peter das Spiel mit einem Hattrick fast im Alleingang. Der FC Lerchenfeld stieg damit zum dritten Mal in die 2. Liga auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 1. Mannschaft 1964 beim Aufstieg in die 2. Liga.

Hinten v.l.: Burri Max (Präsident), Bieri Dieter, Bühler Alfred, Hadorn Peter, Seiler Hans (Spielertrainer), Portner Louis, Würmli Anton, Zimmermann Hans (Spiko-Präsident)

Vorne v.l.: Lüthi Georges, Jegerlehner Hansruedi, Meyer Walter, Feller René, Neuenschwander Paul, Fahrni Peter



1965

Die Freude über den Aufstieg war nur von kurzer Dauer. Präsident Burri Max verglich die grossen Leistungsschwankungen der Erstteamler mit den vier Jahreszeiten. Der trübselige Weg in die 3. Liga musste wieder angetreten werden. Wieder einmal wird von der Spiko der Trainingsbesuch kritisiert. Unter diesen Voraussetzungen kann beim besten Willen nicht an einen Wiederaufstieg gedacht werden. Dies sieht auch der neu gewählte Präsident Pfäffli Fred so.


1969

Der FC Lerchenfeld steigt mit Trainer Hans Seiler wieder in die 2. Liga auf. Trotz einem Remis gegen Zähringia und einer knappen Niederlage gegen Rapid Ostermundigen profitierte der FCL dank dem komplizierten Modus als zusätzlichen Aufsteiger.

Rechts auf dem Foto hinten v.l.: Bisaz Hans (Spiko-Präsident), Hügli Ulrich, Bühler Hans, Imhof Alex, Meyer Walter, Schlumpf Peter, Jegerlehner Hansruedi, Schlumpf Heinz, Schlumpf Kurt, Seiler Hans (Trainer), Schlumpf Willi (Spiko-Sekretär); vorne v.l. Aebersold Ulrich, Feller Erwin, Weber Willy, Feller René, Zaugg Anton und Aegerter Kurt.



1973 / Jubiläum 50 Jahre FC Lerchenfeld

In der Saison 1972/73 bricht eine neue Epoche in der Vereinsgeschichte des FC Lerchenfeld an. Mit einem leichten Unterton von Missmut, jedoch ohne Groll und nur an die schönen Stunden erinnernd, übergibt der eher besonnen amtierende Präsident Armin Brosi das Führungsamt an den Vizepräsidenten Karl Wasner.

Fritz Tschanz übergibt das Traineramt der 1. Mannschaft dem Nationaligaerfahrenen Peter Haldemann und übernimmt wieder die Junioren A. Mit diesen Neubesetzungen konnten just zum 50jährigen Bestehen Erfolge auf der ganzen Linie verbucht werden. Nicht weniger als vier Mannschaften wurden Gruppenmeister und hatten den Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse geschafft. Mit dem Wiederaufstieg der 1. Mannschaft in die 2. Liga, der 2. Mannschaft in die 3.Liga, der Junioren A in die Inter II Klasse und der Senioren in die Meisterklasse hätten die Jubiläumsfeierlichkeiten nicht besser umrahmt werden können.

 

 

 

 

 

1. Mannschaft: Aufstieg in die 2. Liga

Hinten v.l.: Haldemann Peter (Spielertrainer), Schlumpf Kurt, Imhof Alex, Fahrni Peter, Bühler Alfred, Bühler Hans, Heiniger Hans-Ruedi, Brönnimann Peter

Vorne vl.l.: Binggeli Fritz, Künzler Roland, Zbinden Hanspeter, Stern Gerd, Blatter Adrian, Giger Charles und Imhof Rolf.


 

 

 

 

 

 

2. Mannschaft: Aufstieg in die 3. Liga

Hinten v.l.: Portner Louis (Trainer), Brönnimann Christian, Brunner Werner, Jenni Ulrich, Schlumpf Peter, Giger Hermann, Wolleb Hans (Pfleger)

Vorne v.l.: Hänni Fritz, Aebersold Hanspeter, Ott Werner, Meyer Walter, Jenni Jürg und Aegerter Kurt.

 


 

 

 

 

 

 

Junioren A: Aufstieg in die Kategorie Inter II

Hinten v.l.: Imhof Rolf, Giger Charles, Schade Eduard, Bucher René, Bühler Kurt, Kilchherr Carlo, Tschanz Beat, Hügli Beat (Betreuer)

Vorne v.l.: Tschanz Fritz (Trainer), Huguenin Paul, Bigler Remo, Gasser Heinz, Kummer Hansjürg und Hänni Ulrich


 

 

 

 

 

 

 

 

Senioren: Aufstieg in die Meistergruppe

Hinten v.l.: Bigler Bruno, Berger Ernst, Jegerlehner Hansruedi, Portner Louis, Bisaz Hans, Bärtschi Willy

Vorne v.l.: Alder René, Däppen Ernst, Schoder Willi, Feller Walter und Woodtli Peter.

 



Das 1946 eingeweihte Clubhaus neben der Waldeck wird dem Verein quasi über dem Kopf abgebrochen. In der geplanten Überbauung zu günstigen Bedingungen Räumlichkeiten zu erhalten, erwies sich als leere Versprechung. Notgedrungen diente neben dem damaligen Milchgeschäft Ramseier an der Feuerwerkerstrasse eine Holzbaracke als Provisorium.

 

Für das 50jährige Bestehen zeigte sich ein Komitee unter der Führung des langjährigen Ehrenpräsidenten Robert Meier für die gesamte Organisation verantwortlich. Am 29. Juni 1973 fiel der Startschuss mit einem Jubiläumsspiel der Senioren gegen Thun. In der eigens für die Veranstaltung aufgestellten Festhütte zwischen dem Nebenplatz und der Allmendstrasse sorgten die "Moonlights" für Tanz und Unterhaltung. Sie wurden vom bekannten Gesangs- und Show-Ensemble The Butterflys unterstützt. Als weitere Hauptattraktion spielte am 30. Juni die 1. Mannschaft gegen ein All-Star-Team, welches sich mehrheitlich aus Altinternationalen zusammensetzte. Klingende Namen wie Hanspeter Latour, René Brodmann, Lambert Theunissen, Rolf Blättler, Walter Eich u.a. waren auf der Waldeck zu bestaunen. Am Abend fetzte der aus Fernsehen und Radio bekannte Schlager- und Showstar Bill Ramsey über die Bühne. Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett. Einige erinnern sich sicher noch an die joviale und unkomplizierte Art von Bill Ramsey. Das OK durfte sich stolz zeigen, eine solche Attraktion ins Lerchenfeld gelockt zu haben. Mit weiteren Jubiläumsspielen wurden am Sonntag die Feierlichkeiten fortgesetzt. Das Frühschoppenkonzert und der offizielle Festakt mit Bankett für die geladenen Gäste bildeten dabei einen weiteren Höhepunkt der Feierlichkeiten.